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Gedanken zum Jahreswechsel

Thema: 11 Leben in zwei Welten

Gedanken zum Jahreswechsel

Gedanken zum Jahreswechsel

Und wieder neigt ein Jahr sich der Vollendung zu,
das, wie uns scheint, doch eben erst begonnen.
Wir halten nochmals fragend inne, ich und du:
Was haben wir verloren, was hinzu gewonnen?
Vor vielem sind wir wohl bewahrt geblieben,
was anderen an Schwerem widerfahren ist.
Manch stilles Glück ward uns sogar beschieden,
das nicht mit Geld und Gut erwerbbar ist.

Und hat uns selbst getroffen tiefes Herzeleid,
so wussten wir: Es hält uns eine starke Hand.
Noch unten in der Tiefe war diese Hand bereit
zu segnen uns, bis sich die Not gewandt.
Lässt Gott uns seine Wege nicht verstehen
- in unsrer Nacht vertrauen wir ihm blind.
Die Bürde, die der Vater selber ausersehen,
ist letztlich nur zum Besten für sein Kind.

Durchlittener Kummer macht uns sensibel
für Not und Leid des Volks um uns her.
Der Mensch liest heute kaum noch die Bibel,
den Vater im Himmel kennt er nicht mehr.
Die Leute, sie hassen frommes Getue,
und Predigt allein überzeugt sie nicht.
Längst müde, wollen sie ihre Ruhe.
Der Glaube benötigt für sie ein Gesicht.

Zu Hoffnungsträgern hat Gott uns erkoren
für Menschen in Elend, Hass, Not und Streit.
Wir, die zum Dienst am Nächsten geboren,
sind glaubhafte Zeugen durch Warmherzigkeit.
Ach Herr, lass auch im neuen Jahr gelingen
die Nächstenliebe, die du uns befohlen hast.
Lass uns verzeihen, trösten, Hoffnung bringen
und andern helfen, mit zu tragen ihre Last.

brita

brita | 12.12.11 07:10

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