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Übergang
Das alte Jahr hat sich zurückgezogen
und lautlos zu den vorigen gesellt.
Es spannt das neue Jahr den Bogen
von Pol zu Pol hin über alle Welt.
Was mag uns wohl die Zukunft bringen?
Trifft Unglück uns, wird uns das Glück zuteil?
Die Vorhaben – ob sie uns wohl gelingen?
Wird das, was wir zerbrochen, wieder heil?
Vergangenes entgleitet wie ein Schatten.
Im Nachhinein erkennen wir die Werte,
bewahren das, was wir erworben hatten,
und lassen los, was uns beschwerte.
Vom alten Jahr – was ist geblieben?
Recht trostvoll zeigt sich die Vergangenheit:
Ward uns ein unfassbares Los beschieden,
trug Gott uns voll Erbarmen in dem Leid.
Hat Angst und Sorge uns belastet,
verfolgte Kummer uns bis in die Nacht:
gebetet haben wir, geweint, gefastet,
und Gott hat der Not ein Ende gemacht.
Von mancher Krankheit ließ er uns gesunden.
Verfehlungen hat er uns gerne verzieh’n.
Gott schenkte uns gesegnete Stunden
zusammen mit Freunden und mit IHM.
Bislang war’s so. So wird’s auch künftig sein.
In Freude und Glück wie in Schmerz und Leid
sind wir, die wir Gott vertrau’n, nie allein;
in seiner Hand liegt unsre Lebenszeit.
Ins neue Jahr gehen wir voll Zuversicht
im Wissen: Gott ist immer für uns da.
Was auch geschehen mag, wir klagen nicht,
denn du, unser Gott, bist uns immer nah.
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