Was Fußballstadien mit Gott zu tun haben

25.11.2011 | Kategorien: Zitat

Der Herr, euer Gott, ist in eurer Mitte; er ist stark und hilft euch! Von ganzem Herzen freut er sich über euch. Weil er euch liebt, redet er nicht länger über eure Schuld. Ja, er jubelt, wenn er an euch denkt!

Zefanja 3,17

Kannst du dir das vorstellen? Gott jubelt, wenn er an dich denkt! Also ich stelle mir das manchmal vor, und dann freue ich mich. Ich persönlich bin jetzt nicht so der Jubel-Typ, ich freue mich eher in mich hinein und meine gute Laune sieht man mir nicht zwingend an. Aber ich finde Leute toll, die sich so richtig mit ihrer Umgebung freuen können, die laut lachen und keine Scham haben, im Fußballstadion zu schreien und ihre Mannschaft anzufeuern. So ungefähr stelle ich mir das vor: ziemlich viele Fußballstadien mit Fans, die ihrer Mannschaft zujubeln. Trommeln, Rasseln und Begeisterung ohne Ende. Nur: Gott ist allein da. Und er jubelt nur über mich. Er redet nicht über meine Schuld, weil er mich liebt. Er freut sich einfach, dass ich da bin.

Und deshalb kann ich mich auch freuen. Weil ich mit Gott bin und er mir vergeben hat.

geschrieben von an_le um 22:21 Uhr | Stichworte: fußball, gott, vergeben, freuen | 0 Kommentare

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Lass los

15.11.2011 | Kategorien: Gott

Ich habe weiter über das Zweifeln nachgedacht, was ja zum Leben gehört. Ohne Zweifel geht es wahrscheinlich nicht, aber Gott sagt immer wieder: Lass los.

 

geschrieben von an_le um 22:46 Uhr | Stichworte: zweifel, sorgen, gott, loslassen | 0 Kommentare

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Gott > Zweifel

14.11.2011 | Kategorien: Gott

Ich frage mich so manchmal, wo es hingeht. Im Leben. Im nächsten halben Jahr. Überhaupt.

Dieses Jahr war, wie ich schon erwähnt habe, spannend für mich. Ich musste ein paar Entscheidungen treffen. Und dieser Moment vor Entscheidungen ist manchmal voller Zweifel. Manchmal sind die Zweifel so groß, dass man sich weigert, wirklich Entscheidungen zu treffen. Weil die Zweifel größer sind. Dann steht man mitten im Raum und weiß nicht vor und nicht zurück. Und bleibt einfach stehen. Und stehen.

 

 

Dieses Jahr habe ich etwas gespürt, was ich schon lange wusste: Gott ist immer da. In allen Zweifeln, in allen Ängsten, in überschätzten Situationen und unterschätzten Gefühlen, in allen Stürmen und Ruhezeiten. Er ist da und hat einen Plan. Und ich brauche keine Angst zu haben, da mein Wissen, mein Verstand und meine Emotionen nicht einmal annähernd an die Größe Gottes kommen. Mich hat oft dieser Bibelvers beruhigt, den ich immer wieder gelesen habe. Er steht in Hiob 23, 13.14:

Aber Gott allein ist der Herr. Was er sich vornimmt, das tut er auch, und niemand bringt ihn davon ab. So wird er ausführen, was er über mich beschlossen hat; und dieser Plan ist nur einer von vielen, die er bereithält.

geschrieben von an_le um 22:30 Uhr | Stichworte: gott, zweifel, hiob, entscheidung | 0 Kommentare

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Ist Lieben eine Kunst?

04.11.2011 | Kategorien: Zitat

"Ist Lieben eine Kunst? Dann erfordert es Wissen und Bemühung. Oder ist Lieben nur ein angenehmes Gefühl, das zu verspüren nur eine Sache des Zufalls ist, etwas, dem man »verfällt«, wenn man Glück hat? Dieses kleine Buch basiert auf der erstgenannten Annahme, während die Mehrheit der Menschen zweifellos an die zweite Annahme glaubt.
Diese Menschen sind keineswegs der Ansicht, dass Lieben nicht wichtig sei. Sie sind vielmehr voller Verlangen nach Liebe; sie sehen sich eine endlose Zahl von Filmen mit glücklichen und unglücklichen Liebesgeschichten an, sie lauschen Hunderten alberner Lieder über die Liebe - und dennoch glaubt keiner, dass es irgend etwas gibt, das man über das Lieben lernen müsste."

Erich Fromm: Die Kunst des Liebens. Ullstein, 1956. Seite 15.

geschrieben von an_le um 22:34 Uhr | Stichworte: liebe, kunst, lernen, gefühl, wissen | 0 Kommentare

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gedanken wie blätter

31.10.2011 | Kategorien: Denken

der herbst ist meine lieblingsjahreszeit. jedes jahr freue ich mich auf das licht, schals & handschuhe, viele kannen tee und spaziergänge durch den wald. ich mag die farben dieser jahreszeit, den geruch und das wetter. und jedes jahr kommt es mir so vor, als sei der herbst nie zuvor so gewesen.

 

 

in diesem jahr kommen zu den blätterstürmen noch gedanken dazu, die wie wild durcheinander fallen. manches, was bei glauben.einfach. gesagt wurde, kenne ich. anderes bekommt neues gewicht. details werden sichtbar oder sehnsüchte, an die ich lange nicht gedacht habe. ich träume immer noch vom guten in dieser welt und glaube daran, dass ich sie verändern kann. ich wünsche mir lebensglück und gesundheit, für meine familie, freunde & mich. ich hoffe auf ein leben, dass wie ein herbstwald ist: fest verwurzelt und mit blättern, die wie wild durcheinander fallen. sonst wäre es ja auch langweilig.

 

 

geschrieben von an_le um 23:04 Uhr | Stichworte: herbst, gedanken, blätter, sehnsucht | 0 Kommentare

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Gebet

25.10.2011 | Kategorien: Alltag

Herr der Töpfe und Pfannen,
ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein
und Dir zum Wohlgefallen
in der Nacht zu wachen,
auch kann ich nicht meditieren
in der Morgendämmerung
und im stürmischen Horizont.

Mache mich zu einer Heiligen,
indem ich Mahlzeiten zubereite
und Teller wasche.
Nimm an meine rauen Hände,
weil sie für Dich rau geworden sind.
Kannst Du meinen Spüllappen
als einen Geigenbogen gelten lassen,
der himmlische Harmonie
hervorbringt auf einer Pfanne?
Sie ist so schwer zu reinigen
und ach, so abscheulich!

Hörst Du, lieber Herr,
die Musik, die ich meine?
Die Stunde des Gebetes ist vorbei,
bis ich mein Geschirr
vom Abendessen gespült habe,
und dann bin ich sehr müde.
Wenn mein Herz noch am Morgen
bei der Arbeit gesungen hat,
ist es am Abend schon längst
vor mir zu Bett gegangen.
Schenke mir, Herr,
Dein unermüdliches Herz,
dass es in mir arbeite statt des meinen.

Mein Morgengebet
habe ich in die Nacht gesprochen
zur Ehre Deines Namens.
Ich habe es im voraus gebetet
für die Arbeit des morgigen Tages,
die genau dieselbe sein wird
wie heute.

Herr der Töpfe und Pfannen,
bitte darf ich Dir
anstatt gewonnener Seelen
die Ermüdung anbieten,
die mich ankommt
beim Anblick von Kaffeesatz
und angebrannten Gemüsetöpfen?

Erinnere mich an alles,
was ich leicht vergesse;
nicht nur um Treppen zu sparen,
sondern, dass mein
vollendet gedeckter Tisch
ein Gebet werde.

Obgleich ich Martha-Hände habe,
hab' ich doch ein Maria-Gemüt,
und wenn ich die schwarzen Schuhe putze,
versuche ich, Herr,
Deine Sandalen zu finden.
Ich denke daran,
wie sie auf Erden gewandelt sind,
wenn ich den Boden schrubbe.

Herr, nimm meine Betrachtung an,
weil ich keine Zeit habe für mehr.
Herr, mache Dein Aschenbrödel
zu einer himmlischen Prinzessin;
erwärme die ganze Küche
mit Deiner Liebe
und erleuchte sie mit Deinem Frieden.

Vergib mir, dass ich mich absorge,
und hilf mir, dass mein Murren aufhört.
Herr, der Du das Frühstück am See
bereitest hast, vergib der Welt,
die da sagt: "Was kann denn
aus Nazareth Gutes kommen?"

Theresa von Avila

geschrieben von an_le um 21:38 Uhr | Stichworte: gebet, alltag, zeit, müde, herz, morgen, abend, küche | 0 Kommentare

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Vielleicht.

24.10.2011 | Kategorien: Alltag

Less Berlin More Mainz

Dieses Jahr ist das Jahr nicht getroffener Entscheidungen. Zumindest für mich. Ich habe ein paar Entscheidungen, die man treffen könnte, nicht getroffen. Nicht aus bösem Willen, aus Fahrlässigkeit oder Verpeiltheit. Ich habe mich ganz bewusst nicht entschieden. Die Entscheidung aufgeschoben. Vielleicht. Das hat verschiedene Gründe: ein bisschen Unsicherheit und Ungewissheit, sicher auch Angst, wie alles wird und auch der Fakt, dass ich keine Lust hatte, schon wieder umzuziehen.

Ich habe nach acht Jahren Berlin verlassen. Meine Freunde, meinen Hauskreis, meinen Lieblings-Sushi-Laden, meinen Kiez und das Hauptstadtgefühl. Das ist nicht schlimm, abgesehen von den Menschen, die unersetzbar sind. Aber dennoch ist so ein Lebenswechsel mit vielen Vielleichts behaftet. Wie ist der neue Job? Wie sind die Menschen? Das Lebensgefühl? Gibt es eine Kirche, einen Platz für mich? Ein Lieblingscafé? Einen Menschen, der mir Freund ist und ich ihm?

Deshalb habe ich jetzt eine vermietete Wohnung in Berlin, ein Zimmer in Mainz und ein Lebensgefühl in between. Dazwischen. Vielleicht. Später. Ich kenne alle Vor- und Nachteile.

Das Lieblingscafé in Mainz habe ich gefunden. Menschen auch. Und trotzdem bleiben die Vielleichts, die Alltags-Angst, manchmal. Und Entscheidungen, die nur aufgeschoben sind. Irgendwann müssen sie getroffen werden. Es nützt nichts, sich ewig den Kopf zu zerbrechen (ich spreche nicht vom strukturiertem Durchdenken!) und zu warten, bis etwas passiert. Man muss sich entscheiden, jetzt oder später. Das wusste auch Ingeborg Bachmann an einen Brief an Paul Celan im Jahr 1958.

"Ich habe noch schwere Tage gehabt, mit vielen Zweifeln, Verzweiflungen, aber man kann die Ängste nur in die Wirklichkeit tragen und sie dort auflösen, nicht im Denken."

Sich entscheiden heißt ja nicht, alles ausschließen. Berlin kann gut sein, Mainz auch, andere Orte ebenso. So ist es auch mit anderen Lebensbereichen. Alles ist etwas gut. Und eine getroffene Entscheidung sowieso.

 

 

 

geschrieben von an_le um 22:43 Uhr | Stichworte: entscheidung, gut, freunde, vielleicht, berlin | 0 Kommentare

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in between

21.10.2011 | Kategorien: Gott

Meistens ist es ja so: man hat einen Alltag, der mal mehr, mal weniger strukturiert. Man hat viel zu tun. Arbeit, Freunde, Studium, Einkaufen, Putzen, Familie, Kirchengemeinde, Zeit für sich. Da erscheint ein Tag viel zu wenig, um alles zu tun und nichts zu lassen. Und Gott? Der muss auch noch dazwischen passen.

Gerade, wenn es etwas ruhiger wird, brechen dann die Gedanken heraus. Wie am Mittwoch, als Klaus über das Leid und Trost gesprochen hat. Ich habe mich gefragt, wann ich das letzte Mal jemanden getröstet habe und einfach für ihn da war. Persönlich anwesend, die Hand haltend. Oder auch im Gebet. Nur ein Gedanke, fünf Minuten, um vielleicht eine Postkarte zu schreiben oder anzurufen und zu sagen: "Ich denke an dich."

Postkarte

Ich wurde daran erinnert, dass es manchmal nur ein Schritt ist vom Gedanken zur Tat. Und habe daran gedacht, dass Gott immer da ist. Dass er mit uns ist, egal wieviel wir zu tun haben. Auch, wenn wir es nicht schaffen, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Vielleicht können wir versuchen, ein bisschen mehr wie er zu sein und anderen das Gefühl geben: "Ich bin da, wenn du mich brauchst."

 

geschrieben von an_le um 18:16 Uhr | Stichworte: alltag, trost, gott, gebet | 0 Kommentare

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